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Wetterauer Zeitung, 23.3.2001 Download: MS-Word97.doc (95KB) |
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Das Ende des Usabaus ist gekommen |
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Wird seit Montag dem Erdboden gleichgemacht: der Usabau an den 24 Hallen. Foto: rst |
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Friedberg (ütz). Das letzte Stündlein hat nun einem Bauwerk geschlagen, über das in den vergangenen Jahren so viel diskutiert worden ist wie über kein anderes Gebäude in der Kreisstadt: Seit Montag ist eine Firma damit beschäftigt, das ehemalige Altenheim an den 24 Hallen abzureißen, den Usabau. Nach dem Abriss des Jugendzentrums in der Bismarckstraße vor rund 15 Jahren war das Haus später von den Grünen ausgeguckt worden als neues Domizil für ein Juz, und eine schier endlose Reihe von Beschlüssen pro und kontra folgte. Im vergangenen Jahr dann die neue Variante: Die von SPD, Grünen und UWG gebildete neue Mehrheit im Stadtparlament beschloss, das Gebäude abzureißen (bis hierhin war man sich noch einig mit der CDU) und auf dem knapp 5900 Quadratmeter großen Areal eine neue Jugendfreizeiteinrichtung zu bauen (dies gegen den erbitterten Widerstand der Christdemokraten). Jetzt war Kommunalwahl, die Karten werden neu gemischt, und ob tatsächlich ein Jugendhaus an den 24 Hallen entstehen wird, wird man erst sehen, wenn sich im Stadtparlament eine neue Mehrheit gebildet hat. Die Abrisskosten liegen mit 150000 Mark um rund 100000 Mark unter der Kostenschätzung. Mit dem langsamen, aber allmählichen Verschwinden des Usabaus - am Montag war mit dem Vorbau begonnen worden - wird auch eine ehemalige Tradition dem Erdboden gleich gemacht. Wie aus dem Stadtbauamt zu erfahren ist, war der Usabau 1887 als Altenheim errichtet worden. Diesem Zweck diente er jahrzehntelang; immer wieder wurde angebaut, letztmals im Jahr 1958, als der nun zuerst entfernte Vorbau erstellt wurde, um einer neuen Heizzentrale und der Hausmeisterwohnung, aber auch dem Leichenraum Platz zu bieten. Das Haus stand dann eine Zeitlang leer, bis es 1982 vom Kreis angemietet wurde, um Oberstufenklassen der Augustinerschule zu beherbergen. Auch diese Ära ging zu Ende, und zwar im Sommer 1992, und seitdem gammelt das Gebäude vor sich hin. Im Winter 1993 erlebte es seine Besetzung, es wurde dann immer wieder eingebrochen, zweimal brannte es in diesem Zusammenhang darin, und schließlich mauerte die Stadt die Türen und Fenster zu, um vor diesem Problem ihre Ruhe zu haben. Nun verabschieden sich die 6800 Kubikmeter umbauter Raum und 430 Quadratmeter Fläche für immer aus dem Stadtbild; noch drei Wochen wird es dauern, bis vom Gebäude einschließlich Keller nichts mehr zu sehen sein wird. Und man darf gespannt sein, was dann Neues auf dem Gelände entstehen wird. |
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